Gemeinsam auf dem Weg - Funkenflug 2017

Im November fand nach einem Jahr Pause wieder die Aktion Funkenflug mit dem Thema „Gemeinsam auf dem Weg“ statt. Nach einem zwanglosen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen und interessanten Gesprächen eröffneten Andrea Marschall-Langemann und Josef Fath den Funkenflugtag mit einem Impuls.



In der polnischen Stadt Nowa-Huta in der Nähe von Krakau wurde nach dem zweiten Weltkrieg in Eigenleistung eine Kirche errichtet. Die Gläubigen machten sich gemeinsam auf den Weg und sammelten Kieselsteine, die anschließend zu Waschbeton verarbeitet wurden und aus denen dann die Betonfassade der Kirche hergestellt wurde.


Eine Kirche brauchen wir in unserer Hl. Geist Gemeinde nicht mehr bauen. Dennoch lagen im Eingangsbereich des Pfarrheims Kieselsteine aus, die bemalt oder beschriftet werden konnten. Diese Kieselsteine werden nun verwendet, um die Zwischenräume der neu errichteten „Rampe“ in Wendeburg aufzufüllen. Somit haben auch die Teilnehmer des Funkenflugs zum Abschluss der Baumaßnahme „Rampe“ in St. Elisabeth gemeinsam beigetragen.

Die jüngsten Besucher trafen sind anschließend beim Workshop „Wege erkunden“ um auf dem weitläufigen Kirchengelände nach Schätzen zu suchen.

Die sportlichen Teilnehmer fanden sich an der neu errichteten Rampe vor der Kirche zum „Parkour“ zusammen. Beim „Parkour“ geht es darum, sich möglichst effizient mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers von einem Punkt zum anderen zu bewegen. Dies geschieht auf eine Art und Weise, wie es der Architekt eines Platzes oder eines Bauwerkes so nicht geplant hat. Und so sprangen die Jugendlichen auf ihrem „Weg ohne Grenzen“ die Rampe rauf und runter und auch die Bänke vor der Kirche stellten kein Hindernis dar.



Ruhiger war es in der St. Elisabeth Kirche. Bei meditativen Klängen konnten die Besucher Ihren „Weg zur Ruhe“ finden.


Kreativität war im Keller des Pfarrheims gefordert. Die Teilnehmer dieses Workshops haben ihren „Weg gestaltet“ und auf eine Leinwand gebannt.



Pater Wolfgang Stickler vom Dominikanerkloster St. Albertus Magnus referierte zum Thema „Christen auf getrennten Wegen? - Luther für Katholiken!“. In diesem interessanten und fesselnden Vortrag hob Pater Wolfgang die Dinge hervor, die die katholische Kirche Luther und damit der Reformation zu verdanken hat. Pater Wolfgang stellte auch die Frage: „Wo wäre die katholische Kirche heute ohne Luther?“ und betonte damit, dass auch die katholische Kirche mit der Zeit gehen und sich regelmäßig „reformieren“ muss.



Der Funkenflugtag endete mit einer kurzen Andacht, in der gemeinsam gesungen und gebetet wurde.